Baupreisindex in Berlin 2011 um 2,9% gestiegen

Veröffentlicht von Redakteur (redakteur) am 27 Jan 2012
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Bauen in Berlin ist 2011 deutlich teurer geworden.

Wie das Amt für Statistik (1) meldet, ist der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) in Berlin im Berichtsmonat November 2011 gegenüber November 2010 um +3,1% gestiegen. Im Durchschnitt des Gesamtjahres lag die Veränderung bei +2,9%.

Von August bis November 2011 sind die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) um 0,3 Prozent gestiegen. In erster Linie war dies auf Preiserhöhungen im Ausbau zurückzuführen, die hier mit +0,5 Prozent deutlich stärker ausfielen als im Rohbau (+0,2 Prozent). Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung hatten dabei Fliesen- und Plattenarbeiten (+2,0 Prozent), die Installation von Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+1,4 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+1,2 Prozent) sowie Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten
(0,9 Prozent). Gedämpft wurde die Gesamtentwicklung gegenüber August 2011 durch Preisrückgänge für Estrich- (–2,8 Prozent) und Abdichtungsarbeiten (–1,0 Prozent), den Einbau von Wärmedämm-Verbundsystemen (–0,9 Prozent), Putz- und Stuck- (–0,4 Prozent) sowie Beton- (–0,4 Prozent) und Mauerarbeiten (–0,2 Prozent).

Die jährliche Veränderung des Baupreisindex hat im November 2011 gegenüber November 2010 mit +3,1 Prozent noch einmal zugelegt (August 2011: +2,9 Prozent). Damit wurde 2011 zum zweiten Mal nach 2008 die Drei-Prozent-Marke überschritten (Februar 2011:+3,1 Prozent). Vor allem erneut deutlich gestiegene Preise für Rohbauarbeiten (+3,2 Prozent) aber auch merklich höhere Preise für Ausbauarbeiten (+3,0 Prozent) riefen diese Entwicklung hervor. Besonders hohe jährliche Veränderungen für Fliesen- und Platten- (+7,3 Prozent), Mauer- (+5,4 Prozent) und Metallbauarbeiten
(+5,0 Prozent) sowie die Installation von Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+4,8 Prozent) trugen in erster Linie dazu bei.

Auch der Neubau von Ein- und Zweifamilien- (+3,1 Prozent) sowie Mehrfamiliengebäuden (+2,8 Prozent) und die Instandhaltung von Wohngebäuden (Mehrfamiliengebäude ohne Schönheitsreparaturen: +2,2 Prozent; Schönheitsreparaturen in einer Wohnung: +1,1 Prozent) waren im November 2011 teurer als vor einem Jahr. Gleiches gilt für den Neubau von Nichtwohngebäuden und sonstigen Bauwerken. So kostete im November 2011 der Bau von Straßen 4,0 Prozent, Brücken und Ortskanälen jeweils 3,0 Prozent, gewerblichen Betriebsgebäuden 2,9 Prozent und von Bürogebäuden 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im gesamten Jahr 2011 stiegen die Preise für Bauleistungen am Bauwerk gegenüber 2010 im Schnitt um 2,9 Prozent. Damit hat sich das Niveau der durchschnittlichen jährlichen Teuerung wieder in Richtung dem von 2008 entwickelt (2008: +4,1 Prozent; 2009: +1,3 Prozent; 2010: +1,6 Prozent). Roh- und Ausbauarbeiten waren 2011 um durchschnittlich +3,4 bzw. +2,5 Prozent teurer als vor einem Jahr.

(1) Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 6 vom 5.01.2012.

Zuletzt geändert am: 27 Jan 2012 um 10:40

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