Baupreisindex in Berlin im Mai 2012 gegenüber Mai 2011 um 3,1 Prozent gestiegen

Veröffentlicht von Redakteur (redakteur) am 07 Jul 2012
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Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) in Berlin im Berichtsmonat Mai 2012 gegenüber Februar 2012 um 0,6 % auf einen Indexstand von 122,2 (Basis 2005 100) gestiegen. Die Veränderung zum Mai 2011 betrug 3,1 %.

Der Anstieg der Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Mai 2012 gegenüber Februar 2012 wurde gleichermaßen durch Preiserhöhungen für Rohbau- und Ausbauarbeiten bestimmt (jeweils +0,6 %). Großen Einfluss auf diese vierteljährliche Gesamtentwicklung hatten dabei vor allem Preiserhöhungen für die Installation von Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+2.1 %), Erd- (+1,4 %) und Trockenbauarbeiten (+1,2 %), die Installation von Wärmedämm-Verbundsystemen und Estricharbeiten (jeweils +0,9 %), Fliesen- und Plattenarbeiten sowie die Installation von Nieder- und Mittelspannungsanlagen (jeweils +0,8 %). Ein Preisrückgang im Vergleich zu Februar 2012 war lediglich für Putz- und Stuckarbeiten festzustellen (–1,6 %). Die jährliche Veränderung der Bauleistungspreise blieb auch im Mai 2012 gegenüber Mai 2011 mit +3,1 % auf hohem Niveau (November 2011: +3,1 %; Februar 2012: +3,0 %). Ursache waren sowohl deutlich gestiegene Preise für Ausbauarbeiten (+3,2 %) als auch höhere Preise für Rohbauarbeiten (+3,0 %). Besonders die jährlichen Preissteigerungen für Fliesen- und Plattenarbeiten (+7,4 %), die Installation von Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+6,3 %), Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (5,1 %), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+4,4 %), Trockenbau- und Metallbauarbeiten (jeweils +3,7 %) sowie für Mauer- (+3,3 %), Erd- und Tischlerarbeiten (jeweils +3,1 %) trugen dazu bei. Preisreduzierungen waren im Jahresvergleich nicht zu verzeichnen.

Die Preisentwicklung nach Bauwerksarten ergab ähnlich hohe Veränderungsraten. So waren im Mai 2012 der Neubau von Ein- und Zweifamilien- (+3,2 %) sowie Mehrfamiliengebäuden (+2,8 %) und die Instandhaltung von Wohngebäuden (in Mehrfamiliengebäuden ohne Schönheitsreparaturen: +2,8 %; Schönheitsreparaturen in einer Wohnung: +2,3 %)  wieder deutlich teurer als vor einem Jahr. Gleiches gilt für den Neubau von Nichtwohngebäuden und sonstigen Bauwerken. So kostete im Mai 2012 der Bau von Straßen 5,9 %, Ortskanälen 3,5 %, Bürogebäuden 2,7 %, gewerblichen Betriebsgebäuden und Brücken jeweils 2,4 % mehr als im Mai 2011.

Baupreisindex Berlin Mai 2012

Quelle: Pressemitteilung Nr. 201 vom 06.07.2012 des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg.

Zuletzt geändert am: 07 Jul 2012 um 19:23

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