Berliner Immobilienmarkt im Jahr 2018

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 18 Feb 2019
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Berliner Immobilienmarkt im Jahr 2018

Nachlassende Preisdynamik1

In seiner vorläufigen Marktanalyse, herausgegeben am 18.02.2019, legt der Berliner Gutachterausschuss vorläufige Zahlen über die Entwicklung des Berliner Grundstücksmarktes im Gesamtjahr 2018 vor. Grundlage hierfür sind alle bis 31.01.2019 vorliegenden, notariell beurkundeten Kaufverträge des Jahres 2018. Das kurze Fazit:

- Anzahl der Kaufverträge geht um rd. 9 % zurück
- Geldumsatz um rd. 5 % gestiegen und damit auf neuem Rekordniveau

- Abschwächung der Preisanstiege
- Deutlich steigender Geldumsatz bei Ein- und Zweifamilienhäusern (+23%)
- Änderung der mittleren Kaufpreise wie folgt:

  +25% unbebaute Grundstücke für individuellen Wohnungsbau

  +12% bei Ein- und Zweifamilienhäusern

  + 8% bei Mietshäusern

  +12% bei Wohn- und Geschäftshäusern

  +10% bei Eigentumswohnungen

- Der durchschnittliche Preis bei Erstbezügen ETW lag bei 5.690,--EUR/m² WFl.

Berliner Immobilienmarkt 2018

Zitate aus der Veröffentlichung des Gutachterausschusses:

(Zitat) ... Allgemeine Marktinformationen:

Die Berliner Wirtschaft verzeichnet auch 2018 eine insgesamt positive Entwicklung. Die Bevölkerungszahl und die Zahl der Beschäftigten nehmen weiter zu, Wohnungs- und Büroleerstände sind kaum noch vorhanden. Die Angebote an Wohnraum und an Büroflächen hinken der tatsächlichen Nachfrage deutlich hinterher. Das günstige Zinsniveau und das am Markt vorhandene Kapital beeinflussen weiter alle Immobilienmärkte. Die Folgen sind erneut gestiegene Mieten und Kaufpreise. Es zeigt sich aber, dass sich die Aufwärtsdynamik in nahezu allen Teilmärkten weiter abschwächt. ...

Kauffalldaten 2018:
Die Anzahl aller Kauffälle ist mit -9% gegenüber 2017 weiter rückläufig auf 27.266 Kauffälle. Zuwächse verzeichnen nur Mietwohnhäuser und unbebaute Grundstücke mit +4 % bzw. +7 %.

Der Geldumsatz hat mit +5 % das neue Rekordniveau von 18.971,4 Mrd. Euro erreicht. Ein deutlicheres Umsatzplus von +15 % bei Wohn- und Geschäftshäusern ist im Wesentlichen auf einen erhöhten Anteil hochpreisiger Verkäufe zurückzuführen.

Der Geldumsatz bei Eigentumswohnungen stagniert weiterhin bei rd. 5,2 Mrd. Euro.

Die Kaufpreise für unbebaute Grundstücke für den Geschosswohnungsbau weichen deutlich geringer vom Bodenrichtwertniveau ab als in den Vorjahren. Die mittleren Kaufpreise für Mietwohnhäuser (+8 %), für Wohn- und Geschäftshäuser (+12 %) und für Eigentumswohnungen (+10 %) sind 2018 moderater gestiegen als im Jahr 2017. Der mittlere Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt dagegen 2018 erneut 12% über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Überdeutlich angezogen haben 2018 die Neuvermietungsmieten für Büroflächen. Die gestiegene Flächennachfrage führt zu verstärkten Flächenkonkurrenzen und u.a. in Nebenlagen zur Umwandlung von Laden- in Büroflächen. ... (Zitat Ende)

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Unmittelbar aus den für die Teilmärkte ermittelbaren Durchschnittspreisen (Geldumsatz / Anzahl der Kauffälle) lassen sich keine tatsächlichen Preisentwicklungen ableiten. Eine solche Betrachtung würde aufgrund zufälliger Entwicklungen und wechselnder räumlicher Verteilungen der Kaufobjekte zu unsachgemäßen Ergebnissen führen. Wie die Zahlen zu interpretieren sind muss der Leser selbst entscheiden.


1  Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin, Fehrbelliner Platz 1, 10707 Berlin; Herausgeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt III E - Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin, Fehrbelliner Platz 1, 10707 Berlin. Herausgegeben am 18.02.2019.

Zuletzt geändert am: 18 Feb 2019 um 19:12

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