Massiver Anstieg des Umsatzes der Berliner Baubetriebe im Januar 2012 ...

Veröffentlicht von Redakteur (redakteur) am 23 Mar 2012
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Im Tiefbau nahmen die Umsätze im betrachteten Monat um +61,1 % zu, nur die Sparte „sonstiger Tiefbau“ verzeichnete einen Umsatzrückgang um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Hochbau sank der Umsatz im Januar 2012 um insgesamt 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat; hier gab es nur im Wohnungsbau
eine starke Zunahme um zwei Drittel (+66,6 %) gegenüber Januar 2011.

In den befragten Betrieben des Bauhauptgewerbes hat sich das Volumen der Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu verdreifacht auf 264,2 Mill. EUR. Im gesamten Hochbau wurden mehr als doppelt soviel Auftragseingänge gemeldet (+123,8 %). Die Auftragseingänge im Tiefbau haben sich im Januar 2012 gegenüber 2011 mehr als vervierfacht (+318,0 %), enthalten aber auch Großaufträge; nur im Straßenbau gab es einen Rückgang um 18,8 Prozent.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, stieg die Zahl der im Januar 2012 im Bauhauptgewerbe Beschäftigten um 3,5 Prozent auf 10 911 tätige Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Entgeltsumme erhöhte sich um 10,0 Prozent und wies 27,7 Mill. EUR aus. Der baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten stieg um 18,2 Prozent auf 14 067 EUR. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden (0,9 Mill.) erhöhte sich im betrachteten Zeitraum arbeitstäglich bereinigt um 6,4 Prozent. (1)

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Aus den Zahlen könnte man schlussfolgern, dass der Bau boomt, insbesondere im Wohnungsbau. Die offensichtlich sehr gute Auftragslage wird zu deutlich anziehenden Gestehungskosten führen und am Ende auch zu weiteren Preisanstiegen bei den Verkaufspreisen. Wie lange dieser Trend anhält bleibt abzuwarten. Wir sehen hier bereits wieder eine Blasenbildung bei den Wohnimmobilien in Berlin. Wie stark sich diese Blase aufbläst ist, wie immer in der Vergangenheit, schwer prognostizierbar. Immobilieneigentümer, die eine Immobilie verkaufen wollen, sollten einmal intensiv darüber nachdenken wie lange sie noch auf weiter steigende Preise warten wollen und ob es nicht klüger sein könnte recht bald zu verkaufen, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, wenn es vielleicht bald wieder abwärts geht. In Anlehnung an Börsenaltmeister Kostolanys gilt hier: "Kaufen wenn die Kanonen donnern und verkaufen, wenn die Engel singen". Zweiteres wird oft vergessen.

(1) Quelle: Pressemitteilung Nr. 76 vom 21.03.2012 des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg

Zuletzt geändert am: 23 Mar 2012 um 22:12

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