Neue Bevölkerungsprognose bis 2030 für Brandenburg veröffentlicht

Veröffentlicht von Redakteur (redakteur) am 03 May 2012
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Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS) mitteilt, werden sich im Land Brandenburg die seit mehr als zehn Jahren bestehenden Bevölkerungsrückgänge langfristig voraussichtlich noch erhöhen. Im Jahr 2030 wird mit einem Bevölkerungsstand von noch 2,251 Mill. Einwohnern gerechnet. Gegenüber 2010 wäre dies ein Verlust von ca. 253 000 Personen bzw. 10 Prozent. Der erwartete Rückgang erreicht damit eine deutlich höhere Zahl als der bevölkerungsreichste Brandenburger Landkreis, Potsdam-Mittelmark, gegenwärtig an Einwohnern aufweist.

Die Aussagen resultieren aus der neuesten Bevölkerungsprognose, die vom Landesamt für Bauen und Verkehr gemeinsam mit dem AfS erarbeitet und jetzt vorgelegt worden ist. Die für den Prognosezeitraum 2011 bis 2030 auf Basis der Bevölkerungsfortschreibung berechneten Ergebnisse treten jedoch nur unter der Voraussetzung ein, dass die zugrunde gelegten Annahmen eintreffen.

Die Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg verläuft demnach auch in der Zukunft regional stark differenziert und wird die räumlichen Disparitäten zwischen dem Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum verschärfen. Auf der Basis der getroffenen Annahmen zeichnet sich im Berliner Umland auch weiterhin ein deutlicher Bevölkerungsanstieg ab, der in der Gesamtbilanz der Jahre 2011 bis 2030 rund 44 000 Personen umfasst (+5 Prozent). Der weitere Metropolenraum hat hingegen Bevölkerungsrückgänge von 296 000 Personen zu verkraften (–19 Prozent).

Die bestehenden Disproportionen im Altersaufbau der Brandenburger Bevölkerung führen dazu, dass zukünftig die Zahl der alten Menschen schnell anwachsen wird und immer weniger junge potenzielle Mütter und Väter im Land Brandenburg leben. Während 2010 rund ein Fünftel der Brandenburger Bevölkerung im Rentenalter ist, wird es im Jahr 2030 bereits mehr als ein Drittel sein. In absoluten Zahlen ausgedrückt führt dieser Entwicklungstrend zu einem Anstieg der Senioren um rund 281 000 Personen. Insbesondere die Zahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird aufgrund der steigenden Lebenserwartung überproportional zunehmen und sich bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln. Demgegenüber wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter (15- bis unter 65-Jährige) um mehr als ein Viertel zurückgehen. Innerhalb dieser Altersgruppe wird es zu Umschichtungen in Richtung mehr älterer Erwerbsfähiger kommen.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 128 vom 02.05.2012 des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg

Zuletzt geändert am: 03 May 2012 um 08:57

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